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Damit habe ich nicht gerechnet

Ich beschäftigte mich seit vielen Jahren mit unterschiedlichen Methoden der Persönlichkeitsentwicklung. Als ich über einen Bekannten mit Georg zusammenkam, war ich kritisch-zurückhaltend interessiert. Das, was mich von Beginn an faszinierte, war seine unaufgeregte Vorgehensweise. Er verzichtete auf Selbstdarstellung und Prophezeiungen, stattdessen stand ich sofort im Mittelpunkt der Arbeit. Während des gesamten Prozesses hörte ich keine Interpretationen über mich und frühere Entscheidungen. Ich lernte zu beobachten.

Es war meine vielleicht spannendste Reise zu mir selbst. Sie war spannend, weil ich Georg nichts von mir zu erzählen brauchte. Er stellte mir lediglich Fragen, die ich in ein Heft aufschrieb – ebenso meine Antworten. Ich hatte mich immer für einen offenen Menschen gehalten. Darum war ich erstaunt, wie viel mehr ich in dieser mentalen Klausur über mich herausfand. Georg schien sich während meiner Ausarbeitungen überhaupt nicht mit mir zu befassen, aber bei einem spontanen Aufblicken entdeckte ich, dass er mich aufmerksam beobachtete.

Die Mischung aus einer klaren Prozessstruktur und offensichtlich spontan gegebenen Aufgaben war für mich so faszinierend, dass ich mich immer wieder fragte, ob er Gedanken lesen könne. Als ich dachte, dass es nichts mehr zu tun gebe, wir also mit der gemeinsamen Arbeit fertig seien, kam die große Überraschung: Jetzt ging es erst richtig los.

Der intensivste Abschnitt dieses Sabbaticals widmete sich der Beantwortung der Frage, wohin mich meine Lebensreise führt, und ihrer Umsetzung. Ich verstand den Unterschied zwischen sich einen Weg auszudenken und den eigenen Weg zu erkennen. Und noch mehr erlebte ich den mentalen Aufwand, den neuen Weg auch überzeugt mit Freude zu gehen.

In den Phasen der Meta-Betrachtungen während des einjährigen Sabbaticals lernte ich, wie komplex und genial jeder von uns angelegt ist und wie wir unsere gewaltigen Entfaltungsmöglichkeiten nutzen können. Im Verlauf dieses Prozesses lernte ich auch, mir selbst immer mehr zu vertrauen und zuzutrauen.

Mit einigem zeitlichen Abstand kann ich jetzt sagen, dass dieses Sabbatical vielleicht meine beste Investition in mich gewesen ist.

B. K.

Eine Entwicklung, die weitergeht …

Anfang 2017 begann ich den Individual-Sabbatical-Prozess. Zu diesem Zeitpunkt war ich bereits fünf Jahre dabei, meine Selbstständigkeit aufzubauen. Das Ziel war immer, meine Anstellung hinter mir zu lassen und ein gutes Einkommen über meine Selbstständigkeit zu generieren. Ich hatte gehört, dass sich ein Unternehmen nach fünf Jahren meistens trägt. Bei mir war das nicht der Fall, und ich wusste nicht, was ich falsch machte. Eines war mir jedoch klar: dass es so nicht weitergehen kann. Ich schuftete bis zur Erschöpfung und musste dennoch jeden Monat rechnen.

Daher versprach ich mir von diesem Mentoring, meine Lösungen zu bekommen. Das bekam ich auch, jedoch auf völlig andere Weise als gedacht. Anstelle guter Ratschläge, gut gemeinter Standardtipps und Patentlösungen bekam ich Fragen gestellt, die mich dazu brachten, mich mit meinen festgefahrenen Lebensweisheiten zu befassen.

Einfach war es nicht immer. Die Antworten in mir zu finden, stellte mich vor Herausforderungen, die ich so nicht kannte. Google und Wikipedia gaben mir keine Antworten. Ein Richtig und ein Falsch gab es nicht. Denn es ging in den Fragen immer radikal um mich, um meine Überzeugungen, darüber, wie ich mein Leben erlebt habe und wie ich es bewerkstelligte, mich immer wieder in mir selbst zu verheddern.

Doch es hat sich gelohnt, mich damit zu konfrontieren. Denn mit der Zeit entstanden in mir zwei dominierende Gefühle: Leichtigkeit und Sicherheit.

Leichtigkeit, weil ich wusste, dass ich möglicherweise eine leichtere und logischere Sichtweise nicht beachtete und sie nur finden musste. Und Sicherheit, weil ich wusste, dass die Entscheidungen, die ich traf, deshalb traf, weil ich es selbst wollte. Als ich mit der neu gewonnenen Art des Beobachtens mein Leben konfrontierte, entstand in mir Mut. Denn ich entwickelte die tiefe Überzeugung, dass ich alles ausprobieren kann, das Ergebnis betrachten und dann wieder verändern.

Damit veränderte sich mein Lebensgefühl grundlegend, und ich wagte es, mein Leben aktiv zu gestalten. Noch im gleichen Jahr beendete ich meine Anstellung und stieg voll in die Selbstständigkeit ein. Meine Partnerschaft, in der ich immer nur Rücksicht nahm, endete, und auch hier konnte ich mit der gelernten Beobachtungsweise feststellen, worauf ich bei der nächsten Partnerschaft zu achten habe. Dementsprechend blieb ich zwei Jahre glücklicher Single und befinde mich erst seit einem knappen Jahr wieder in einer wesentlich lebendigeren Partnerschaft.

Meine Weise, ans Geldverdienen heranzugehen und über Geld zu denken, hat sich geändert, und bin seither an einem Punkt, von dem ich 2017 nie zu träumen gewagt habe.

Ich weiß, es klingt wie Zauberei, doch das ist es nicht. Es benötigt ausschließlich ein grundsätzliches Ja für all diese Entscheidungen. Dieses konnte jedoch nur deshalb wachsen, weil ich die Klarheit über diese Form der Arbeit gefunden habe und immer wieder Gebrauch davon mache. Denn es ist eine Art, die Welt und das eigene Leben zu sehen, die unfassbar viel Gestaltungsfreiheit ermöglicht.

C. E. H.